Im Oktober erkundeten Schüler und Eltern Technische Denkmale im Raum Freiberg. Eine alte Brettmühle in Mulda demonstrierte die Arbeit und Lebensumstände vor 100 Jahren in einem solchen Betrieb. Den Antrieb der Sägegatter bewerkstelligte man zunächst mit Wasserrad, später gefolgt von Wasserturbine und Dampfmaschine. Bei Schauvorführungen wird heute allerdings ein alter Dieselmotor benutzt. Deutlich wurde, wie aufwändig und schwierig die Erhaltung eines solchen Denkmals ist. Allein durch ehrenamtliche Tätigkeit gelingt das, wie auch am zweiten Ziel, dem Wasserrad am Thurmhof-Schacht zu erfahren war. Dr. Eulenberger erzählte vom Enthusiasmus und den Mühen, vom Sterben und der Wiedergeburt dieses Wasserrades. Wer die Stufen in die Radkammer hinunter steigt um dann ein 9 Meter hohes, über 150 Jahre altes Monstrum sich langsam drehen zu sehen, ahnt die Leistung unserer Vorfahren. Die Techniktour endete im Drei-Brüder-Schacht, der ein Wasserkraftwerk in 270 Metern Tiefe beherbergt. Auch hier wurde Geschichte erlebbar: die alte Fördermaschine setzte sich in Bewegung und die Industriearchitektur von 1914 zeigte den Stolz der Region auf die (damals) innovative Technik.
Überall wurde der Ruf nach dem technikhistorisch interessierten Nachwuchs laut. Und wer weiß, ob nicht unter den Teilnehmern ein "Technikverrückter" von morgen dabei war...